Oudna (Uthina)

Oudna (Uthina) Ruinen von Oudna - Kapitol


Fahrt nach Oudna



Auf der Fahrt von Thuburbo Majus nach Oudna sehen wir rechts neben der Straße die Überreste der einstigen Wasserversorgung aus der Zeit des römischen Kaisers Hadrian. Das Aquädukt versorgte die stetig wachsende Stadt Karthago mit Trinkwasser von der Bergquelle in Zaghouan. Das was wir heute sehen ist teilweise zerstört aber im Bereich von Oudna und Mohammedia noch sehr gut erhalten und wird sogar gerade restauriert. Das Foto rechts zeigt Reste des Aquädukts in der Nähe von Zaghouan.


Zaghouan - Aquädukt




Aquädukt


Kurz vor Oudna ist es dann soweit - schon von weitem ist das Aquädukt in einer langen Linie zu erkennen und wird beim näherkommen immer größer. Wir sind erstaunt, wie gut die Bausubstanz dieses römischen Bauwerks noch erhalten ist. Nachdem wir den Wagen geparkt haben, beginnen wir mit der Erkundung des Aquädukts. Auch heute noch beeindrucken die Ausmaße dieses Bauwerks. Er scheint noch vollkommen intakt zu sein an dieser Stelle, was die Handwerker, die hier arbeiten, nur bestätigen können. Stellenweise ist es möglich, die einstige Wasserrinne im Inneren zu durchlaufen, was mich jetzt noch mehr beeindruckt. Das Foto zeigt eine Innenansicht des Aquädukts.


Oudna (Uthina) Aquädukt bei Oudna

Mohammedia


Da ich die Reisebeschreibungen des Fürsten Pückler von Muskau über seinen Tunesienbesuch um 1835 schon gelesen hatte, war ich gespannt, wo denn das märchenhafte Schloss (Versailles von Tunesien) wohl sein könnte und wie es heute aussieht. Unsere Planung sah vor, bei einem Besuch des antiken Oudna auch die kleine Stadt Mohammedia mit einzubeziehen. Auf der Suche nach dem Schloss sind wir natürlich dreimal daran vorbeigefahren. Es ist halt von der Hauptstraße in Richtung Tunis kaum zu erkennen und erst gezieltes nachfragen im Ort half uns, das Schloss zu finden.

Weitere Informationen zu Mohammedia, dem einstigen geplanten Versailles von Tunesien, finden Sie hier...!


Mohammedia




Übersicht


Die antike Stadt Uthina liegt etwa dreißig Kilometer südlich der Hauptstadt Tunis. Die Stadt wurde auf einer Anhöhe errichtet mit weitem Blick über die Ebene sowohl nach Norden (Karthago) als auch nach Süden und den Westen des Landes. Forscher datieren die frühe Gründung dieser Stadt in den Zeitraum der lybischen oder berberischen Besiedelung. Im Anschluss hieran wurde Uthina punisch, römisch und byzantinisch. Der Zeitraum zwischen der römischen Epoche und der byzantinischen Eroberung wurde unterbrochen vom Einfall der Vandalen, die hier in Tunesien für etwas mehr als einhundert Jahre die Führung übernommen hatten.


Oudna (Uthina) Kapitolshügel

Oudna


Nach der Besichtigung des Aquädukts fahren wir weiter und kommen zum alten Bahnhof von Oudna. Hier scheinen keine Züge mehr zu halten und sollten sie doch stoppen, dann wegen der Nähe der "Justizvollzugsanstalt von Tunis", die hier ihren Sitz hat. Der Bahnhof stammt noch aus der Kolonialzeit - wie übrigens fast alle Bahnhöfe in Tunesien. Ich finde, sie sehen immer noch sehr nett aus. Vom Ort Oudna haben wir bis jetzt noch nichts gesehen und auch die antike Stadt ist von hier aus nicht zu sehen. Ein paar Kilometer hinter dem Bahnhof dann endlich der Eingang nach Oudna....




Oudna (Uthina) Bahnhof von Oudna



Größere Kartenansicht



Römische Ruinen


Der Tipp zum Besuch dieser antiken Stadt kam von der Reiseleiterin meiner Agentur: "Besuchen Sie Oudna und den in der Nähe befindlichen römischen Aquädukt, es wird Ihnen gefallen!" Ich habe ihren Ratschlag befolgt und die Besichtigung mit dem zweiten Besuch von Thuburbo Majus verbunden. Auf dem Foto links sehen Sie die Ausgrabungstätte - hier das römische Theater - im Jahr 1925. Weiter unten sehen Sie eine Momentaufnahme von März 2003. Man kann deutlich erkennen, dass hier gearbeitet wird. Die antike Stätte wird sich bald dem Tourismus öffnen und ein weiterer Höhepunkt in der tunesischen Geschichte (Römische Geschichte) wird zu besichtigen sein.




Oudna (Uthina) Oudna 1925

Zisternen


Der endgültige Niedergang von Uthina begann nach der arabischen Eroberung im siebten Jahrhundert. Das ehemalige Stadtgebiet erstreckt sich heute über rund hundert Hektar. Es sind noch viele imposante Bauten aus der römischen Periode vorhanden, die jetzt ausgegraben und restauriert werden. Dazu gehört der Kapitolshügel mit den fünf Säulenstümpfen - der größte von Afrika - unterteilt in mehrere Ebenen. Weiterhin zwei große Zisternen, große und kleine private Bäder und Überreste von Patrizier Villen. Ebenso ein Amphitheater - teilweise in den Boden gegraben - mit einer Kapazität von über 10.000 Zuschauern.


Oudna (Uthina) Riesige Zisterne

Mosaikböden


Verschiedene Grabungskampagnen in dieser archäologischen Stätte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts haben viele Stücke aus der punischen, römischen und arabischen Zeit ans Tageslicht gefördert. Uthina hat u.a. auch im Bardo-Museum in Tunis eine Sammlung von Mosaikböden hinterlassen, deren Verarbeitung als unübertroffen gilt. Uthina (Oudna) soll in einen archäologischen Park mit Besucher-Zentrum umgewandelt werden und wird zur Zeit mit der notwendigen Infrastruktur versehen.


Oudna (Uthina) Mosaik aus Oudna im Bardo-Museum Tunis

Das antike Oudna


Das erstemal hörte ich von Oudna bei einem Besuch des Bardo-Museums in Tunis 1987. Ich kann mich erinnern, das mir die Mosaiken aus dieser Stadt am besten gefallen haben. Es muß jedenfalls eine reiche Stadt gewesen sein, denn sonst wären nicht so viele Mosaiken im Bardo Museum in einer eigenen Abteilung zu sehen. Es ist auch neu für mich, eine Stadt zu besichtigen, über die so wenig bekannt ist, wie Oudna. Der Ort steht in keinem Reiseführer und auch meine Recherche im Internet brachte recht wenig zu Tage. So werde ich versuchen das zu beschreiben, was ich gesehen habe und den Bericht mit meinen Fotos ergänzen.


Oudna (Uthina) Detail im Amphitheater

Kapitiolshügel


Das antike Oudna - römischer Name Uthina - liegt in einer weiten, fast baumlosen Ebene. Die Gegend wirkt recht eintönig und melancholisch. Die Ausgrabungsstätte ist ca. 28 km von Grombalia und 30 km südlich von Tunis entfernt. Stellenweise gibt es spärliche Anzeichen für eine landwirtschaftliche Nutzung des Bodens und für Tierhaltung. So befindet sich ein noch aus der Protektoratszeit stammender Bauernhof direkt unterhalb des Kapitolshügel - also auf dem Gelände der Ausgrabungsstätte.





Oudna (Uthina) Bauernhof aus der Protektoratszeit


Wir steigen die Treppen zum Kapitol empor und haben von hier oben einen wunderbaren Ausblick über das gesamte Gelände von Oudna. Von der Terrasse des Kapitols kann man das Theater in ca. 400 m Entfernung erkennen. Uns kommt das Areal riesig vor - fast so groß wie Thuburbo Majus. Unter dem Kapitol befindet sich eine große, begehhbare Halle mit gigantischen Tonnengewölben. Ein weiterer Rundblick macht zahlreiche Ruinen ausfindig, die scheinbar darauf warten, an´s Tageslicht geholt zu werden.




Oudna (Uthina) Zeichnung des Kapitols


Bei unserem ersten Besuch von Oudna (Uthina) stand hinter den fünf antiken Säulen ein Wohnhaus. Das Haus auf dem Kapitol ist mittlerweile abgerissen und der Platz sieht jetzt ziemlich majestätisch aus. Auch die Aussicht von hier auf die spärlich bebauten Felder ist im Frühjahr grandios. Tief in der Ebene in Richtung Zaghouan ist eine große Olivenplantage zu sehen. Auch die anderen Gebäudeteile hier auf dem Hügel sind interessant.


Oudna (Uthina) Kapitolshügel mit fünf Säulen

Theater


Links neben dem Kapitol befindet sich eine große Zisterne - gemauert und ehemals überwölbt - und direkt daneben schließen sich einige Vorratsräume an. Wir machen uns auf den Weg zum Theater und begegnen unterwegs einem Trupp Bauarbeitern, die im inneren des Theaters gearbeitet haben und gerade Feierabend machen. Wir fragen natürlich, was sie da tun und sie erklären uns, das das Theater gerade restauriert wird. Wir wollen uns davon überzeugen und gehen durch den ehemaligen Haupteingang direkt in die Arena.



Oudna (Uthina) Amphitheater

Weitere Ansichten


Wir sind beeindruckt- alles sieht wirklich neu aus. Wir schätzen, das Theater hatte mal ca. 10 000 Sitzplätze und wäre damit größer, als es von außen betrachtet wirkt. Vom Theater aus erkunden wir nun die zahlreichen umliegenden Ruinen und erkennen mehrere Kirchen aus byzantinischer Zeit - darunter eine sehr große mit wunderschönem Grundriß und gut erhaltenem Mosaikfußboden - mindestens zwei Thermen und einige für uns undefinierbare Grundmauern.


Oudna (Uthina) Antikes Theater

Thermen


Auch die Mosaikböden der Thermen wirken frisch und sind wie das Theater wahrscheinlich gerade überarbeitet worden. In der Nähe befinden sich weitere Gebäudereste von ehemaligen Wohnhäusern, ein Gymnasion und viele weitere Ruinen, teilweise auch aus byzantinischer Zeit. Ich schätze die Stadtgründung war in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. und somit wäre Oudna über 1800 Jahre alt.


Oudna (Uthina) Thermen




Bilder aus Oudna








TOP - HOTEL




Hotel The Residence Tunis


170 komfortabel und geschmackvoll eingerichtete Zimmer, Bad mit Fön, separater Dusche und WC, Balkon, Radio/TV, Telefon, Minibar, Safe. Kleiner Balkon. 24 h Roomservice. Superiorzimmer mit Meersicht. Die Gäste verpflegen sich à la carte, sei es im Restaurant L’Olivier, das mediterrane Küche, vor allem Fisch und Krustentiere, bietet, oder im «Le Bai», wo eine asiatische Küchenbrigade exquisite chinesische Gerichte zubereitet. Dieses für Tunesien einzige chinesische Restaurant zieht auch viele Gäste von auswärts an. An warmen Sommerabenden wird im Poolside-Grill serviert. Und nach einem genüsslichen Essen lädt das Café Maur zu einem Thé de menthe, einem starken türkischen Kaffee oder auch zum Rauchen der Wasserpfeife ein. Eingerichtet wurde es nach dem Vorbild des legendären maurischen Café des Nattes in Sidi Bou Said, das heute noch erhalten ist.


Hotel The Residence Tunis

Hotel The Residence Tunis


Dieses im maurisch-andalusischen Stil erbaute, geschmackvolle Hotel bietet Luxus pur in altehrwürdiger Umgebung. Es vereinigt harmonisch die vergangene Pracht mit der Modernität. Das Hotel liegt direkt an der weitgeschwungenen Bucht mit feinsandigem Strand. Dieses führende Hotel an der Nordküste Tunesiens ist Mitglied der renommierten Hotelgruppe "THE LEADING HOTEL OF THE WORLD". In der lichtdurchfluteten Empfangshalle zieht sich eine Wasserrinne hin zum plätschernden Springbrunnen, und der Blick schweift durch eine immense Fensterfront hinaus in den blühenden Garten – Erinnerung an den Generalife, das Lustschloss der maurischen Könige in Granada, werden wach. Weite und Licht setzen sich fort in den spärlich, aber auserlesen möblierten Aufenthaltsräumen. In den von Säulen und Bögen eingefassten Sitzecken ist die Intimsphäre gewahrt. Über 300 Angestellte sind für das Wohl der maximal 400 Gäste besorgt.




Hotel The Residence Tunis

Hotel The Residence Tunis


Das Hotel ist direkt mit dem Thalassozentrum verbunden. Das Meerwasser wird aus 1000 Meter Entfernung von der Küste hereingepumpt und aufgewärmt, der Algenschlamm aus der Bretagne eingeführt. Massagen, Algenpackungen und Sprudelbäder sind weitere, den französischen Normen entsprechende Kuranwendungen; ärztliche Betreuung ist rund um die Uhr gewährleistet. Hoteleigene Tennisplätze und der nahe Golfplatz laden zu weiterer Aktivität ein. In den Thermes Marins de Carthage sind die 3500qm großen, luxuriösen Meerwasserthermen untergebracht. Ihre Architektur mit den Säulen, Innenhöfen, Löwenköpfen und Lichtspielen erinnert an die Hammams des Orients und die Bäder des alten Roms.

Auszeichnungen: "The Best Beach Resorts In The World" Forbes (2003)

Adresse:

THE RESIDENCE TUNIS - HOTEL

Les côtes de Carthage - BP 697

2079 La Marsa /Tunisia

Telefon: (00 216 71) 910 101

Fax : (00 216 71) 910 144

E-mail: residence.tun@gnet.tn

Website: Hotel The Residence Tunis


Hotel The Residence Tunis





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