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Kassérine
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Tunesien - Kasserine Nationalpark Djebel Chambi
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Übersicht
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Die Stadt Kassérine - Hauptstadt des gleichnamigen Governorats - ist bekannt für den Anbau des Espartograses. Dieses Gras ist der Rohstoff für die Cellulosegewinnung. Die im Westen von Tunesien gelegene Stadt hat etwa 82 000 Einwohner. In der Region von Kasserine liegt der Nationalpark Djebel Chambi. Hier gibt es sehr viel Wald und auch der Bestand an Wild (Wildschweine, Rebhühner, Hasen, Fuchs, Schakal...) hat in den letzten Jahren zugenommen. Allmählich werden vom hiesigen Forstamt in Kasserine auch wieder Jagden organisiert.
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Kasserine
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Antikes Cillium
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Im Westen der Stadt Kasserine - im modernen Stadtteil - dehnen sich die Überreste des antiken römischen Cillium aus. Der größte Teil dieser alten Stadt ist noch nicht ausgegraben, wie so viele römische Hinterlassenschaften in Tunesien! Man erkennt dort einen Triumphbogen, der allerdings nicht vergleichbar ist mit dem Bogen des Diocletian in Sbeitla (Sufetula). Weiterhin die Reste einer byzantinischen Befestigung aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhundert n. Chr.. Ganz in der Nähe sind auch die Reste einer frühchristlichen Basilika zu sehen. Unterhalb dieses Standortes liegt geschützt an einem Abhang ein kleines Theater.
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Kasserine Antikes Cillium
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Weiterhin zu sehen sind u.a. auch zwei römische Mausoleen, von denen eines sogar dreistöckig ist. An einem dieser Grabmäler befindet sich eine Inschrift zum Gedächtnis des Verstorbenen (Flavius Secundus) und seiner Familie. Die Berge, die Kasserine umgeben, sind aus mehreren Gründen bekannt: einerseits ist der Djebel Chambi mit 1544 Meter der höchste Gipfel Tunesiens; andererseits waren diese Berge im II. Weltkrieg Schauplätze blutiger Konfrontationen zwischen dem deutschen Afrikakorps unter der Führung von Generalfeldmarschall Rommel und den Alliierten.
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Kasserine Triumphbogen der antiken Stadt Cillium, um 1900 - Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)
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Djebel Chambi
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In der Umgebung von Kasserine gibt es zwei Berge: der Djebel Chambi - 1544 m hoch und somit Tunesiens größter Berg - und der Djebel Semmama (nördlich von Kasserine) mit 1314 m Höhe. Natur- und Wanderfreunde kommen hier im Nationalpark Djebel Chambi voll auf ihre Kosten. Bitte denken Sie daran: Zur Besichtigung des Chambi-Nationalparks benötigen Sie eine Genehmigung, die Sie bei der Forstverwaltung in Kasserine (in der Nähe des Stadtzentrums) erhalten können. Die ausgestellte Bescheinigung ist praktisch Ihre Eintrittskarte und muß am Eingang zum Park vorgezeigt werden.
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Kasserine Landschaft beim Nationalpark Djebel Chambi
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Mit dem Auto fahren Sie in Richtung Feriana - hier befinden sich die Ruinen des antiken Thelepte - und biegen nach etwa 12 Minuten in die nach rechts führende Straße (ausgeschildert) zum Nationalpark ein. Ihren Wagen können Sie am Eingang des Parks stehen lassen und die Besteigung des Djebel Chambi kann beginnen. Im zeitigen Frühjahr - Februar bis Ende März - wandern Sie zuerst durch grüne und blühende Frühlingswiesen, danach durch langsam dichter werdende Wälder zum Gipfel. Von der Spitze des Berges hat man wunderbare Aussichten bis nach Algerien. Im Sommer empfehle ich dringend die Mitnahme von Wasser, Sonnenbrille, Sonnenschutz und einer Kopfbedeckung! Für geübte Wanderer stellt dieser Ausflug keine übermäßige Herausforderung da, die Wege sind gut, sogar teilweise geteert. Planen Sie für den Aufstieg ca. 2 Stunden ein.
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Kassérine
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