Tunesien - Berberdörfer in Süden
In den weiten Regionen Südtunesiens trifft man häufig auf seltsame, manchmal geheimnisvolle Bauten. Es handelt sich hierbei um Burgen der Wüste, die als Ksar (Plural = Ksour) bezeichnet werden. Man unterteilt sie je nach ihrer Lage in Bergksars und Ksars in der Ebene. Ein Ksar ist eine Art viereckiger Bau, der sich aus mehreren übereinander angeordneten Nischen, den Ghorfas, zusammensetzt - ähnlich den Waben eines Bienenstocks, über drei oder vier Etagen.
Weitere Informationen zu den Ksour & Ghorfas finden » Sie hier...!
Südtunesien

Berberdörfer
Ghomrassen
Die Straße südöstlich von » Gabès führt durch » Mareth (es ist die Stadt, die auch als Verteidigungslinie im II. Weltkrieg Schlagzeilen gemacht hat...) nach » Medenine. Diese Marktstadt hat ein Ksar, eine befestigte Zitadelle, die von alten Getreidespeichern (Ghorfas) umgeben ist; einige der Silos sind 2-3 Stockwerke hoch und z. T. bewohnt. Andere Ghorfas wurden zu Gasthäusern umgebaut oder sind kleine Läden, in denen man Silberschmuck der Beduinen kaufen kann.

Straße ins Dahar-Gebirge
Auf einer Rundfahrt von Medenine nach Foum Tataouine kann man weitere Ksour besichtigen, einschließlich Ksar Djouama (14. Jahrhundert), Beni Kheddache auf einer Bergspitze, Ksar Haddada mit einem kleinen Hotel und Ghoumrassen in einem Tal. Alle haben Höhlenwohnungen. Die Straßen hinauf zu den Dörfern sollten mit einem Jeep befahren werden!

Chenini
Medenine, die moderne Provinzhauptstadt, ist der beste Ausgangspunkt für Fahrten zu den alten Berber-Wehrburgen. Die hoch über dem Dorf gelegene Speicherburg Ksar el-Hallouf, etwa 40 km westlich der Stadt Medenine gelegen, ist in erstaunlich gutem Zustand und daher auch einen Tagesausflug wert. Der alte Komplex diente teilweise als Hotel. Daneben kann man auch eine kleine Moschee und die Ölpresse besichtigen, die heute noch in Betrieb ist. Die schönsten Berg-Ksour sind Ouled Soltane, südlich von Tataouine und Chenini im Westen. Die Straße nach Chenini führt im Zickzack durch eine zimtfarbene Berglandschaft.
Ksour - Speicherburgen der Nomaden

Berberfrau
„Ghorfas" sind tonnenüberwölbte Vorratskammern aus Lehm, die wie Bienenwaben über- und nebeneinanderliegen und zusammen einen „Ksar", ein befestigtes Dorf, bilden. Sie dienten als Vorratsspeicher und gelegentlicher Wohnsitz von Großfamilien. Hundert und mehr ineinander verschachtelte Speicherräume sind durch Treppen und Leitern miteinander verbunden. Viele Ksars sind heute verlassen, manche wurden zu einfachen, aber stimmungsvollen Hotels umgebaut wie in Metameur und im weiter südlich gelegenen Ksar Haddada.

Tataouine
Über die kleine » Verwaltungsstadt Medenine führt der Weg entlang des imposanten Felsmassivs Djebel Dahar südlich nach » Tataouine, dem Mittelpunkt mehrerer Ksar-Dörfer. Montags und donnerstags bringt ein bunter Wochenmarkt Leben in die verschlafene Stadt. Und im März/April findet hier alljährlich das berühmte „Festival der Ksour" statt, bei dem einige Tage lang heftig gefeiert wird.
Hotel Ksar Haddada

Hotel Ksar Haddada
Die wichtigsten bestehen noch, weil sie restauriert oder zu Hotels umgebaut wurden. Eine genaue Wegbeschreibung bzw. eine Landkarte der Region Süd - Tunesiens erhalten Sie in den Touristenbüros der verschiedenen Urlaubsorte. Es werden auch geführte Ausflugstouren angeboten. Ksar Haddada: Aus einer einzigen Etage bestehend hat es sein guter Zustand erlaubt, ein Hotel einzurichten. Es hat ein angenehmes Ambiente, so dass es durchaus auch zu einem längeren Aufenthalt einlädt und Sie in der Heimat der Berber willkommen heißt. Leider ist das Hotel im Moment geschlossen!

Ksar Ouled Soltane
Um Feinden und der gleißenden Sonne trotzen zu können, errichteten die Berber im Süden des Landes befestigte Lehmdörfer, so genannte Ksour, die heute noch wie Adlerhorste an den Hügeln kleben. Für eine Tour in diese Region ins Bergland des Dahar sollte man mindestens drei Tage einplanen. Falls Sie sich keinem organisierten Ausflug anschließen, sondern einen Jeep zur Verfügung haben, steht Ihnen eine der aufregendsten Touren auf Wüstenpisten und Nebenstraßen bevor. Von Tataouine führen asphaltierte Straßen zu den berühmten Bergdörfern.

Berberdorf Douiret
Wie an den Rängen eines Amphitheaters ziehen sich die Ghorfas und Höhlen von Chenini die terrassierten Bergflanken empor. Hoch oben auf dem Bergsattel thront eine leuchtend weiße Moschee. Die Aussicht ist malerisch. Sehenswert sind auch die Orte Douiret, Guermessa und Ghomrassen, der riesige aus dem 14. Jahrhundert stammende Ksar von Beni Barka und - ganz im Süden - die sehr gut erhaltene Speicherburg von Ouled Soltane, die heute noch bewohnt wird.

Berberdorf Douiret
Douiret liegt ca. 20 Kilometer von der südtunesischen Stadt Tataouine entfernt und hat mit seinem Ksar und den verlassenen Häusern eine irreale und faszinierende Ausstrahlung. Es ist eines der wenigen Dörfer, in dem noch berberisch gesprochen wird und in dem alte Überlierferungen und Bräuche konsequent gepflegt werden. Die Frauen stellen mit viel Geschicklichkeit Töpferwaren und Webarbeiten her. Dieses Kunsthandwerk zeichnet sich durch seine berberischen, sehr feinen Motive aus. Douiret kann über die Landesstraße GP19 via » Tataouine besucht werden.
Weitere Informationen zum Ksar Douiret finden » Sie hier...!
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