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Tunis - Sidi bou Said

Paul Klee zu Besuch in Sidi bou Said 1914

Überblick

Paul Klee

Relief am Paul-Klee-Brunnen in Bern - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Andreas Praefcke - Lizenz s.u.



Paul Klee war ein deutscher Maler und Grafiker, dem postum die Schweizer Staatsbürgerschaft zuerkannt wurde. Sein Werk wird verschiedenen Kunstrichtungen zugeordnet, dem Expressionismus, Konstruktivismus, Kubismus und dem Surrealismus; er befasste sich ebenfalls mit Studien des Orientalismus. Wie sein Freund, der russische Maler Wassily Kandinsky, lehrte er am Bauhaus, das als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst gilt. Klee gehört zu den bedeutendsten bildenden Künstlern des 20. Jahrhunderts.


Kurzbiographie

Paul Klee (1879 - 1940)

Bildquelle: Wikipedia


Paul Klee
wurde am 18. Dezember 1879 im schweizerischen Münchenbuchsee als Sohn einer schweizerischen Sängerin und einem deutschen Musiklehrer geboren; die Kinder- und Jugendjahre verbrachte Klee jedoch mit seiner Familie in Bern. 1898 nahm er ein Malstudium in München auf und arbeitete in der Akademie von Franz von Stuck. In den Jahren 1901 und 1902 reiste Klee zusammen mit Hermann Haller nach Italien und wohnte in den darauf folgenden Jahren, abgesehen von einer Reise 1905 nach Paris, in Bern. 1906 heiratete Klee Lily Stumpf und übersiedelte mit ihr zusammen nach München, woraufhin ein Jahr später sein Sohn Felix geboren wurde. Die erste Ausstellung Klees fand 1910 im Berner Kunstmuseum, in Zürich, in Winterthur und in Basel statt.

Der Blaue Reiter

Kairouan

...im Souk von Kairouan


1911 machte er die Bekanntschaft von Kandinsky, Macke, Marc und Kubin sowie die der übrigen Mitglieder des "Blauen Reiters", so dass er im darauf folgenden Jahr an der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiters" teilnahm. Insbesondere die Tunesienreise, die Klee 1914 mit » Macke und Moilliet unternahm, hatte großen Einfluß auf seine Malerei; er entdeckte die Farbe als Möglichkeit und Notwendigkeit und setzte sich außerdem mit dem Kubismus auseinander. Er forschte nach der Essenz der materiellen Welt, studierte ihre verborgene Struktur, untersuchte organische Strukturen unter dem Mikroskop und beschäftigte sich mit jenen Aspekten der Natur, die bisher noch nie Gegenstand der Malerei gewesen waren.



Ägyptenreise

Ägypten - Pyramiden von Gizeh


In den Jahren 1916 - 18 diente er beim Militär. 1920 wurde er durch Walter Gropius als Lehrer an das Bauhaus in Weimar berufen. Hier, und später auch am Dessauer Bauhaus, lehrte er bis 1931, während er 1924 mit Kandinsky, Feininger und Jawlensky die Gruppe "Die blauen Vier" gründete. Seit der Tunisreise, die Paul Klee 1914 mit Macke und Moilliet unternahm, hatte er keine größeren Reisen mehr unternommen. Die 1925 von Otto Ralfs gegründete Klee-Gesellschaft ermöglichte dem Künstler eine zweite Reise in den Orient. Diese Reise führte ihn vom 17. Dezember 1928 bis zum 17. Januar 1929 durch Ägypten, ein Land, das ihn durch sein Licht, seine Sonne, seine Landschaft, zudem durch seine epochalen Denkmäler und deren zugrunde liegenden Proportions- und Konstruktionsgesetze stark beeindruckte und bewegte. Diese Eindrücke sollten sich in seinen Bildern niederschlagen.


Lehrauftrag an Düsseldorfer Kunstakademie

Düsseldorf


Ein Beispiel ist das Ölgemälde Necropolis aus dem Jahr 1929, das mehrere monumentale Pyramiden in starkfarbig gebänderten Schichten übereinander gesetzt, abbildet. In einem Brief an seine Frau Lily berichtet er: „Ich hatte von Tunis andere Eindrücke mitgebracht und bin überzeugt, daß Tunis viel reiner ist.“ An der Düsseldorfer Kunstakademie erhielt er 1931 einen Lehrauftrag, wurde jedoch 1933 durch die neuen nationalsozialistischen Machthaber entlassen und siedelte nach Bern über. In Bern erhielt er Besuche von Picasso, Braque und Kirchner. Am 29. Juni 1940 verstarb der Maler Paul Klee bei Locarno am Lago Maggiore.




Quellennachweis:


Die Fotos "Paul Klee", "Relief am Paul-Klee-Brunnen in Bern - Autor: Andreas Praefcke" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der » GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. Die Fotos sind lizenziert unter der "» Creative Commons" "» Attribution 3.0 Unported" Lizenz.



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