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Tunesien - Zaghouan

Djebel Zaghouan

Ausflug nach Zaghouan

Enfida

Ehemalige katholische Kirche der französischen Siedler in Enfida - jetzt Archäologisches Museum



Ganz gleich, von wo aus Sie diesen Ausflug starten- » Hammamet, » Nabeul, » Port El Kantaoui, » Sousse, » Monastir - es ist in einem Tag zu schaffen und obendrein noch sehr entspannend. Zuerst wollen wir nach » Enfida, dann nach » Takrouna, einem alten Berberdorf, dann weiter nach Zaghouan, dem Ort mit dem berühmten » römischen Wassertempel, von da aus nach Le Fahs, wo der krönende Abschluß dieses Trips auf uns wartet: Thuburbo Majus! Wunderschön ist die ganze Gegend besonders im frühen März, wenn der Frühling auch hier schon Einzug gehalten hat. In » Enfida ist am Sonntag der Wochenmarkt...

Weitere Informationen zur Kleinstadt Enfida mit sehenswertem Wochenmarkt finden » Sie hier....!

Berberdorf Takrouna

Takrouna


Takrouna, ein Berberdorf
auf einem hohen Felsen - einem Vorläufer des Atlasgebirges - ist das nächste Ziel unseres Ausfluges. Das eigentliche Dorf Takrouna liegt heute größtenteils unterhalb des Felsens, auf den nun eine holprige Autopiste führt. Am besten parken Sie unterhalb des Ortes und gehen den Rest zu Fuß.


Weitere Informationen zum Berberdorf Takrouna - soweit ich weiß, handelt es sich hier um das nördlichste Berberberdorf Tunesiens - » finden Sie hier....!







Größere Kartenansicht


Neptuntempel von Zaghouan

Zaghouan

Eingang zum Neptuntempel


Von Takrouna geht es nun nach weiter Zaghouan, einem landwirtschaftlichen Zentrum, von dem aus in der Zeit des Römischen Reiches fast die gesamte Provinz und vor allem das wieder errichtete » Karthago über ein 90 Kilometer langes Aquädukt mit Wasser versorgt wurde. Um die » Felsquelle, von der diese Wasserleitung aus gespeist wurde, errichteten die Römer einen Tempel, der ein Highlight dieses Ausfluges darstellt. Vom Ort Zaghouan selbst sind es noch ca. 2 Kilometer über eine kurvenreiche Strecke bis zum Tempel.....

Weitere Informationen zum Wassertempel von Zaghouan in Tunesien finden » Sie hier....!

Weitere Informationen:

» Wassertempel Bei meinem ersten Besuch war ich erstaunt, denn so groß hatte ich mir dieses Nymphäum gar nicht vorgestellt. Ein Tipp: Wenn Sie in Zaghouan nach dem Tempel und der Entfernung fragen, wird man Ihn...

Weitere Informationen:

» Zriba Village Ein weiterer Ausflug führte uns von Hammamet über Bou Ficha und die Nationalstraße 35 nach Zriba Village. Dies ist ein Ort in der Nähe der bekannteren Stadt Zaghouan. Die Entfernung von Zriba nac...



Zaghouan - das antike Zica

Zaghouan

...alter römischer Torbogen....


Schon die Römer nannten diesen Ort Zica. Zaghouan ist eine sehenswerte Stadt. Im Eingangsbereich der alten Stadt steht ein römischer Torbogen und heißt den Besucher willkommen. Über Treppen wandert man dann hoch in den interessanteren Teil der Altstadt von Zaghouan. Sie ist vergleichbar mit » Sidi bou Said, denn auch hier hatten sich nach ihrer Vertreibung (Reconquista) aus Spanien Handwerker aus Andalusien niedergelassen und deren Nachkommen sorgten dafür, dass die alte Handwerkskunst sich über Generationen weiter verbreitete.

Zaghouan

Öffentlicher Brunnen


Dies ist auch heute noch in der Architektur der Altstadt klar erkennbar. So ziemlich in der Mitte des Ortes auf einem Hügel in direkter Nachbarschaft zu einer Moschee befindet sich die ehemalige katholische Kirche der französischen Siedler aus der » Protektoratszeit. Schöne kleine Straßen durchziehen diesen Teil der Stadt. Auf der linken Seite finden wir ein Hamman und etwas weiter einen öffentlichen Brunnen, der gerade stark frequentiert ist.

Mausoleum

Zaghouan

Mausoleum von Sidi Ali Azouz


Beide Gebäude wie auch die jetzt auftauchende Moschee sind im Eingangs- oder Frontbereich mit wunderschönen Kacheln verziert, deren Herstellungstechnik von den aus Spanien geflohenen Mauren (Andalusier) stammt. Noch weiter höher gibt es noch eine interessante Grabmoschee zu sehen. Das Mausoleum von Sidi Ali Azouz, Schutzpatron von Tunis, hat eine bemerkenswerte Kuppel mit glasierten grünen Ziegeln, sowie wunderschön gebrannte Fliesen als Mauerdekor mit geometrischen Motiven. Je höher man steigt, desto näher rückt der Djebel Zaghouan heran und die Aussicht wird mit einem Blick auf eine wunderschöne Landschaft belohnt.

Vergessen Sie bitte nicht, den » Wassertempel von Zaghouan in Tunesien zu besuchen....!

Aquädukt

Zaghouan

Reste der antiken Wasserversorgung...etwa 3 km hinter Zaghouan...


Die Stadt zählt heute ca. 16 000 Einwohner. Das antike Zica versorgte die Stadt » Karthago durch einen Aquädukt von etwa 90 Kilometer Länge. An der Straße nach Tunis kann man die Überreste dieses Bauwerks besichtigen. Dieses Thema hat der französiche Dichter » Gustave Flaubert in seinem Roman "Salammbô" aufgegriffen, indem er beschreibt, wie Söldner die Stadt Karthago durch das zerstören der Wasserleitung von dem lebenswichtigen Element abschnitten.

Weitere Informationen zum französischen Schriftsteller Gustave Flaubert finden » Sie hier....!

Zaghouan und Fürst Pückler

Zaghouan

Mausoleum


"Gegen Abend überraschte uns, als wir eben aus einem gewundenen Bergtal hervortraten, plötzlich der Anblick des prachtvollen Sauwan (er meint den Djebel Zaghouan - 1295 Meter hoch), als stehe er dicht vor uns, mit dem weißen Städtchen gleichen Namens an seinem Fuß gelagert, das ein dunkler Wald von Bäumen aller Art umschloß. Zwei Scheiche begrüßten den Fürsten. Der voraus gerittene Mamelucke hatte schon kraft der Amrah (Erlaß des Bey von Tunis) für das beste Quartier gesorgt. Zaghouan wäre wie geschaffen für die Landsitze der Reichen und Vornehmen aus Tunis, leider lag es zu weit entfernt, meinte Pückler. Die reine Luft, die erträglichen Temperaturen und vor allem der verschwenderische Reichtum an frischem Wasser wären beste Voraussetzungen für ein irdisches Paradies, das die Vorzüge Europas und Afrikas vereinte...."

Weitere Informationen zu Hermann Fürst Pückler von Muskau finden » Sie hier....!



Zriba Village

Zriba

Hammam Zriba


Ein weiterer Ausflug führte uns von » Hammamet über » Bou Ficha und die Nationalstraße 35 nach » Zriba Village. Dies ist ein Ort in der Nähe der bekannteren Stadt Zaghouan. Die Entfernung von Zriba nach Zaghouan beträgt etwa 10 Kilometer. Zriba Village liegt in einer sehr schönen Ebene umgeben von Wäldern und Olivenhainen. Dieser Ort ist eine Neugründung der französichen Siedler, die sich hier ab 1885 niederließen. Das alte Zriba - ein Berberdorf - liegt etwa 5 Kilometer von hier entfernt auf einer Bergkuppe, malerisch bewacht vom Gipfel eines Berges....

Weitere Informationen zum Ort Zriba Village in Tunesien finden » Sie hier....!


Friguia Park

Friguia-Tierpark


In nicht allzuweiter Entfernung der Kleinstadt Enfida liegt der » Friguia Park. Das Gesamtkonzept des Tierparks ist als ein großzügig angelegtes Wildgehege zu verstehen. Die Tiere sind hier wie in freier Natur zu beobachten. Die Wildgehege sind so groß und weitläufig, dass man sie gar nicht als solche wahrnimmt. Ein Spaziergang durch das Gelände macht Spass und man muss dabei schon auf die Uhr schauen, wenn man einen Ausflug...

Weitere Informationen zum Friguia-Tierpark bei Enfida in Tunesien finden » Sie hier....!


Kriegsgräberstätten in Enfida

Enfida (Enfidaville)

Französischer Militärfriedhof Takrouna


Die Stadt Enfida (Enfidaville) liegt etwa 100 Kilometer südlich von Tunis unweit der GP1. In etwa 1 Kilometer Entfernung westlich des Stadtzentrums liegt der Enfidaville War Cemetery (Commenwealth-Soldatenfriedhof). In Fahrtrichtung Zaghouan ist er auf der linken Straßenseite unmittelbar hinter dem Friedhof aus der Kolonialzeit zu finden. Der französische Soldatenfriedhof liegt etwas außerhalb des Ortes auch auf der linken Straßenseite kurz vor dem Berberdorf » Takrouna. Es handelt sich bei beiden Friedhöfen um gepflegte Anlagen....

Weitere Informationen zu den Kriegsgräberstätten in Enfida (Enfidaville) in Tunesien finden » Sie hier....!


Archäologisches Museum Enfida

Enfida

Archäologisches Museum Enfida - ehemalige kath. Kirche der französischen Siedler


Ein Gebäude mitten in der Kleinstadt Enfida fällt sofort auf: Es ist die ehemalige » katholische Kirche der französischen Siedler von Enfidaville. Nicht nur der Kirchturm sondern auch die ganze Anlage rund um die Kirche, umstanden von Palmen und umgeben von Häusern aus der Kolonialzeit sind schon etwas besonderes. Die Kirche und der Garten wurden in ein Archäologisches Museum umgewandelt....

Weitere Informationen zum Archäologischen Museum in Enfida finden » Sie hier....!

...ein prominenter Besucher...

Zaghouan

Djebel Zaghouan


Interessant sind auch die Berichte eines prominenten Reisenden aus dem 19. Jahrhundert: Herrmann Fürst Pückler von Muskau. Einige gekürzte Zitate entstammen seinem Buch "Semilasso in Afrika", erschienen 1836. Hier einige Passagen seines Reiseberichts:

Abreise nach Mohammedia

Zaghouan

Ehemalige katholische Kirche der französischen Siedler in Zaghouan


"Vor dem Haus des holländischen Konsuls in Tunis hatte sich am 13. Juni 1835 eine bunt gemischte Karawane versammelt: "Der Zug bestand außer mir und meinem Sekretär noch aus dem polnischen Oberst von Szczepanowski (jetzt im Dienste des Bey) mit seinem Diener, einem Mamelucken des Bey nebst zwei Hambi, die Offiziersrang haben und die Tracht der Beduinen tragen, meinem Dragoman, meinem Kammerdiener Mustapha, zwei Negern, welche auf ihren Mauleseln die nötigen Provisionen an Wasser, Wein, Zucker, Orangen usw. transportierten und endlich einem Bedienten der Hambi. Bereits uns vorausgegangen war eine zweirädige große Carreta, die Zelt, Bett und die übrigen Effekten enthielt und zugleich in der Wüste zum Schlafen dienen kann." Doch die Abreise verzögerte sich....."



Nachtquartier im Schloß zu Mohammedia

Mohammedia

Versailles von Tunesien - Mohammedia - heute nur noch Ruinen


"Rund 15 Kilometer wurden am ersten Tag noch geschafft, zur Ankunft war es stockdunkel, doch war vorgesorgt - ein Nachtquartier im Schloß zu Mohammedia stand bereit. Aus Tunis mußten vergessene Sachen nachgeholt werden, so blieb Zeit für Besichtigungen. "Das Schloß ist groß und elegant, mit hübschen Zimmern und bunten Galerien versehen und die Aussicht von der Terrasse nicht ohne Interesse. Ich entdeckte ein Boskett von blühenden Granaten, umgeben von kolossalen Feigenbäumen." Der grellen Sonne wegen und zur Freude der Einheimischen trug Fürst Pückler eine Brille mit blauen Präventionsgläsern...."

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.




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