Sehenswürdigkeiten im Vatikan Teil IV.
Die Engelsburg
Vatikan
Castel San Angelo - Engelsburg
Passetto di Borgo
Der Passetto di Borgo- ehemaliger Verbindungs- und Fluchtweg der Päpste im Mittelalter vom Vatikan in die Engelsburg. Der Passetto führte durch das Wohnviertel der Borgo, stets Vatikantreue Bewohner Roms, was man von der übrigen Bevölkerung Roms nicht immer behaupten konnte. Es handelt sich hier um eine 800 Meter lange Verbindungsmauer zwischen dem Apostolischen Palast und der Engelsburg. Der Passetto wurde von Papst Nikolaus III. im Jahr 1227 errichtet. Der Fluchtgang befindet sich im Innern der Mauer. Von Papst Gregor VII. im Jahr 1084 benutzt vor Heinrich IV., Papst Clemens VII. vor den Landsknechten Kaiser Karls V., als diese beim "Sacco di Roma" die Stadt plünderten, Papst Pius VII. vor den Truppen Napoleons. Der "Passetto di Borgo" wurde 1999 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Engelsburg
Die Engelsburg (Castel Sant´Angelo), Zuflucht der Päpste und einst für Kaiser Hadrian als Mausoleum erbaut. Auf dem Bild sieht man die Tiberbrücke, die heute für den Autoverkehr gesperrt ist. Die Engelsburg wurde wiederholt zerstört und wiederaufgebaut. Auf dem rechten Tiberufer gelegen, am Ende der Engelsbrücke (Pons Aelius, nach dem Erbauer Kaiser Hadrian – Publius Aelius Hadrinau benannt. Im Jahr 135 von Kaiser Hadrian als heidnisches Mausoleum für sich und seine Nachfolger begonnen. Im Jahr 139 unter Kaiser Antonius Pius wurde die Engelsburg als gewaltiger Rundbau mit 84 Metern Durchmesser fertiggestellt. Die Engelsburg wurde auch Hadrianeum oder Mausoleum des Hadrian genannt.
Die Engelsbrücke
Im Mittelalter unter Papst Leo IV. als Schutzburg wegen der Sarazenengefahr zur Festung für den Vatikan ausgebaut. Sie wurde u. a. als Verteidigungsburg, päpstliche Festung und Gefängnis genutzt. Durch einen Gang auf den Grenzmauern des Vatikan (Passetto di Borgo) gelangte man auf kürzestem Weg aus der Peterskirche zur sicheren Engelsburg. Heute befindet sich ein Museum in dem Bauwerk. Zu sehen ist die Geschichte der Engelsburg, die päpstlichen Gemächer, die Zellen der Gefangenen, schöne Fresken, die Truhen der Kirchenschätze und Statuen. Außerdem gibt es von der oberen Terrasse einige wunderschöne Ausblicke über Rom und den Vatikan.
Besonders imposant ist die Engelsbrücke (Pons Aelius), die die Engelsburg mit dem Zentrum von Rom verbindet. Sie wurde 134 n. Chr. unter Kaiser Hadrian erbaut. Die barocken Statuen wurden erst unter Papst Clemens VII. im 16. Jahrhundert aufgestellt.
Münzrecht
Vatikan
Euromünze
Der Vatikan gehört zwar nicht zur Europäischen Union, trotzdem gilt hier seit Januar 2002 der Euro. Der Vatikanstaat ist seit 1929 durch die Lateranverträge mit Italien verbunden. Deshalb gilt seither dort die italienische Währung. Papst Benedikt XVI. hat sogar das Recht, eigene Münzen prägen zu lassen - im Jahr nur etwa 250 000 Euro. Die Münzen enthalten auf der Rückseite sein Porträt. Diese Euro-Kursmünzensätze mit dem Vorgänger Papst Johannes Paul II. waren in der Sammlerwelt von Anfang an begehrt. Vor den Ausgabeschaltern bildeten sich lange Schlangen und die geringen Prägeauflagen waren immer sofort ausverkauft. Banknoten allerdings darf der Vatikan nicht selber drucken.
Briefmarken
Vatikan
Briefmarken
Nur drei Jahre nach dem ersten deutschen Postwertzeichen gab der Kirchenstaat 1852 (allerdings nur bis 1870) die erste Briefmarke aus. Außerdem sind die Briefmarken des Stadtstaates ein begehrtes Sammelobjekt in der ganzen Welt. Seit der Gründung des Vatikanstaates im Jahr 1929 hat die Vatikanpost 1233 Briefmarken und zusätzlich 24 Portomarken für unterfrankierte Briefe sowie 15 Paketmarken ausgegeben.
Vatikanbriefkasten
Vatikan - Briefkasten
Der Vatikan unterhält direkt am Petersplatz ein Postamt. Hier können Sie Briefmarken, Ansichtskarten, Briefpapier und auch Souvenirs erwerben. Briefe und Postkarten können Sie hier direkt aufgeben oder nach Dienstschluss in den, vor dem Postamt befindlichen Briefkasten einwerfen. Die vatikanische Post ist besonders bei Postkarten deutlich schneller als die italienische.
L'Osservatore Romano
Am 1. Juli 1861, wenige Monate nach der Ausrufung des Königreiches Italien (17. März 1861), erschien in Rom die erste Nummer des L'Osservatore Romano (Der Römische Beobachter). Den Namen übernahm die Zeitung von einem früheren Privatblatt, das von dem Abt Francesco Battelli herausgegeben und von einer französischen katholischen Legitimistengruppe finanziert worden war. Die Entstehung des L'Osservatore Romano steht in engem Zusammenhang mit der Niederlage der päpstlichen Truppen bei Castelfidardo am 8. September 1860. Infolge dieses Ereignisses nahm die weltliche Macht des Papstes in ihrer territorialen Ausdehnung ab. Allerdings gab es viele katholische Intellektuelle, die den Wunsch hatten, dem damaligen Papst Pius IX. ihre Dienste anzubieten. Seit dieser Zeit werden die Kämpfe des Vatikan in den Ausgaben des "Römischen Beobachters" ausgetragen.
Die deutschsprachigen Ausgabe, die am 8. Oktober 1971 ihre Arbeit aufgenommen hatte, hat nach und nach an Umfang zugenommen. Ab dem 3. Januar 1986 wurde der Druck der Zeitung in Deutschland vorgenommen.
Radio Vatikan
Sendeanlage
Vatikanische Sendeanlage in S. Maria di Galleria
Vor etwas mehr als 76 Jahren, am 12. Februar 1931 ging Radio Vatikan auf Sendung. Heute ist das internationale Radio der Katholischen Kirche weltweit in mehr als 40 Sprachen zu empfangen. Mittlerweile unterstützen neuste Technologien wie Satelliten und Internet die traditionelle Verbreitung über Kurz- und Mittelwelle. Der Vatikan investiert in sein Radio fast ein Fünftel des gesamten Staatshaushalts. Im hart umkämpften europäischen Markt hat Radio Vatikan jedoch einen schweren Stand. Nach eigenen Angaben erreicht Radio Vatikan weltweit rund 200 Mio. Zuhörer und Zuhörerinnen. Aber nicht nur über die eigenen Sendeanlagen, sondern auch über Hunderte von kirchlichen oder kirchennahen UKW-Stationen, die die Programme in der Regel über Satellit erhalten.
Bau der Anlagen
Nach Abschluss der Lateranverträge (11. Februar 1929) wurde mit den Vorbereitungen zur Errichtung eines eigenen kirchlichen Radioprogramms begonnen. Gegründet wurde Radio Vatikan 1931 unter Papst Pius XI. Die Leitung des Senders wurde dem Jesuitenorden übertragen. Das Hauptsendezentrum wurde am vatikanischen Hügel eingerichtet. Seit 1957 gibt es auch eine Sendeanlage mit leistungsfähigen Rundfunksendern für Kurz- und Mittelwelle auf exterritorialem Gebiet bei Santa Maria di Galeria, nördlich von Rom.
Sendeanlagen
Vatikan
Sendeanlagen
Die ersten Sendeanlagen wurden 1939 in der ehemaligen Sternwarte des Vatikans - im Turm von Papst Leo XIII. - eingerichtet. Anfangs war das unregelmäßige Programm für die Kardinäle und Vertreter des Heiligen Stuhls auf der ganzen Welt gedacht. Ab 1954 erbaute man innerhalb von drei Jahren eine weitere Sendeanlage in Santa Maria di Galeria. Grund dafür war, dass eine Erweiterung um einen Zehn-Kilowatt-Kurz- und einen 100-Kilowatt-Mittelwellensender nicht mehr auf das Gelände des kleinen Vatikanstaates passte. Dennoch verblieben einige Sendeanlagen des vatikanischen Hörfunks im Vatikan selbst. Das 440 Hektar große Gebiet bei Santa Maria di Galeria wurde bereits 1952 für exterritorial erklärt.
Laudetur Jesus Christus
In der Nacht ist die Kreuzantenne der Sendeanlagen in den Vatikanischen Gärten beleuchtet. In meinen Jugendjahren habe ich oft auf der Senderskala unseres Radios internationale Hörfunkprogramme im Kurzwellenbereich gesucht. Radio Vatikan war stets zu empfangen- allerdings die Hörqualität des Senders war schlecht, was aber bei Kurzwellenprogrammen damals nicht weiter störte. Der Sendebeginn wurde stets durch eine markante Melodie (Zeitdokument) angekündigt und die ersten Worte des Sprechers lauteten: "Laudetur Jesus Christus".
Möchten Sie mal kurz reinhören?
Vatikanisches Fernsehen
Das Centro Televisivo Vaticano (CTV), das Fernsehzentrum des Vatikan, wurde 1983 eingerichtet und ist seit 1996 eine voll an den Heiligen Stuhl angeschlossene Einrichtung. Hauptziel des CTV ist es, zur universalen Verkündung des Evangeliums beizutragen, indem mit den Fernsehbildern die Pastoralmission des Papstes und die Handlungen des Heiligen Stuhls dokumentiert werden (Satzung vom 1. Juni 1998). Die wichtigsten Dienstleistungen, die das CTV anbietet, sind: Direktübertragungen, tägliche Berichterstattung, Produktionen, Archivierung. Hier finden Sie weitere Informationen zum Fernsehzentrum des Vatikan.
Hierunter finden Sie eine kleine Bildergalerie zum Vatikan- zum vergrößern bitte das kleine Foto anklicken oder benutzen Sie die Navigation der Galerie.
Weitere Informationen zum Vatikan finden Sie auch hier:
Informationen zum Stadtstaat Vatikan
Touristische Informationen
Vatikanische Archive
Radio Vatikan

























